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VO Persönlichkeits- und differentielle Psychologie (220 Karten)

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Wie wurde die Verarbeitungsgeschwindigkeit oder mentale Geschwindigkeit (mental speed, MS) untersucht (im Überblick)?
Untersucht als globale Eigenschaft des kognitiven Informationsverarbeitungssystems, egal um welche Operationen (visuelle / auditive) es sich handelt

Verwendet wurden sog. Elementary Cognitive Tasks (ECT), die so einfach gestaltet sein mussten, dass sie nicht mit verschiedenen mentalen Strategien lösbar sind

ECT-Beispiele:
  • Inspektionszeit
  • Hick-Paradigma - mit Jensen Box
Tags: Experiment, Forschung, Intelligenz, mental Speed
Quelle: S73
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Was zeigten die Untersuchungen zur "Inspektionszeit"?
Untersuchung der Verarbeitungsgeschwindigkeit (mental speed) mittels Elementary Cognitive Tasks (ECT).

ECT-Beispiel: Inspektionszeit
- Tachystoskopische Darbietung (Kurzzeitdarbietung des Reizes etwa im Bereich zw. 10 bis 200 ms)
- dann „Maskierung“
- Ermittlung der individuelle Inspektionszeit: die Zeit, bei der die Vp 95% richtige Antworten gegeben hat (nach Durchführung vieler Versuche)

Zusammenhänge mit Intelligenz: ca. -.23 bis -.30;d.h. intelligentere Vpn sind schneller

Tags: Forschung, Intelligenz, mental Speed
Quelle: S73
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Was ist das "Hick-Paradigma" und was zeigten die Untersuchungen dazu?
„Hick-Paradigma“ (Hick, 1952): linearer positiver Zusammenhang zwischen Reaktionszeit (RZ) und Anzahl der Wahlmöglichkeiten (=Informationsmenge in Bit)

Reaktionsapparat (Jensen-Box) mit 8 Lampen:
  • Hand liegt auf Startposition
  • Vp muss so rasch wie möglich auf eine der Lampen drücken, die aufleuchten
  • Wird im Experiment nur 1 Lampe verwendet (einfache Reaktionsaufgabe) 0 Bit visuelle Information
  • - bei Verwendung von 2 Lampen 1 Bit Information- bei 4 Lampen 2 Bit,- bei 8 Lampen 4 Bit
  • allgemein: Informationsgehalt in Bit = ld(n), d.h. Logarithmus dualis od. binärer Logarithmus der Anzahl von Alternativen n. Es folgt: RZ = Bewegungszeit + ld(n) * Informationsverarbeitungsgeschw. (IV)
  • wobei die Bewegungszeit, die Zeit bis zum Drücken der Antworttaste

In einfacher Näherung kann angenommen werden, dass für jede Verdoppelung der Wahlmöglichkeiten in einem Experiment die Reaktionszeit um ca. 150 ms steigt.

Roth (1964) konnte zeigen, dass bei intelligenteren Menschen die Reaktionszeit bei wachsender Zahl von Alternativen signifikant langsamer ansteigt als bei weniger intelligenten (links).

In der Verkehrspsychologie wurde festgestellt, dass bei regelmäßiger Übung die Reaktionszeiten, unabhängig von der Erhöhung der Wahlmöglichkeiten, gegen einen festen Wert gehen (rechs).
Tags: Intelligenz, mental Speed
Quelle: S74
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Welchen Zusammenhang zwischen working memory (WM) und mental speed (MS) zeigen Untersuchungen?
Metaanalyse (Ackerman et al. ,2005) ergab einen Zusammenhang von r = .57

Jensen (2005) schlug eine theoretische Synthese vor, er nimmt an
  • Gehirn ist kapazitätslimitiert (nur gewisse Anzahl von Operationen pro Zeiteinheit verarbeitbar)
  • Informationen im WM „zerfallen“ rasch
  • Vpn, die über größere MS verfügen, können mehr Operationen mit Informationen durchführen, bevor diese zerfallen sind
  • Je schneller die Verarbeitung (MS) und je größer die Kapazität des WM, desto effizienter kann das Gehirn mit Informationen umgehen und desto intelligenter ist eine Person

Daraus folgt: Annahme, dass es generelle Unterschiede in der Qualität gäbe, mit der Gehirne Informationen verarbeiten können.

Stemmler et al. (2011, S.187): „Es geht also nicht mehr um die Funktionalität der ‚Software‘, sondern um die Effizienz der ‚Hardware‘ .

Soll Intelligenz also als eine Eigenschaft des zentralen Nervensystems aufgefasst werden, wobei es darum geht, Informationen schnell aufzufassen und fehlerfrei zu bearbeiten?
- Wäre nur noch ein kleiner Schritt zur biologischen Fundierung der Intell.
- So weit ist es aber (noch) nicht:
- Direkte Messungen der Nervenleitgeschwindigkeit und Effizienz synaptischer Übertragungen sind derzeit kaum möglich & die entsprechenden Untersuchungen und Befunde zu uneinheitlich
Tags: Forschung, Intelligenz, mental speed, working memory
Quelle: S75
Kartensatzinfo:
Autor: coster
Oberthema: Psychologie
Thema: Differentielle Psychologie
Schule / Uni: Universität Wien
Ort: Wien
Veröffentlicht: 08.05.2013
Tags: WS2012/13, Georg Gittler
 
Schlagwörter Karten:
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